Pressekonferenz in Dresden: Unsere Fragen an Michael Kretschmer & Christian Piwarz

Der 31. Mai 2021, Dresden. Drei junge Redakteurinnen einer erzgebirgischen Schülerzeitung machen sich auf in die Sächsische Staatskanzlei in der Landeshauptstadt. Warum sie dafür einen ganzen Schultag verpassen? Für euch!

Foto: Jugendpresse Sachsen


Am Montag, dem 31. Mai, fand im Dresdner Innenministerium eine Pressekonferenz mit Ministerpräsident Michael Kretschmer, dem Kultusminister Christian Piwarz und der Landesschülersprecherin Joanna Kesicka statt. Die Veranstaltung war speziell für junge Redakteure ausgelegt, die im Rahmen dieser Pressekonferenz die Möglichkeit hatten, mit einem Teil unserer Landesregierung über Coronamaßnahmen und über all das, was uns als Schüler aktuell betrifft, ins Gespräch zu kommen. Vorher noch in der Prager Straße getestet, machten wir uns auf den Weg, um neugierig zu sein. Wir konnten viele Fragen stellen und bekamen auch viele Antworten. Einen kurzen Überblick über das, was wir herausgefunden haben, wollen wir gerne mit euch teilen.


In der Zusammenarbeit bei der deutschlandweiten Corona-Politik ist einiges schief gelaufen, gerade was den Umgang mit den Schulen betrifft – das bestätigte auch der Sächsische Ministerpräsident. Ein Großteil der Schüler musste stetig zu Hause bleiben und dass das nicht einfach ist und sich negativ auf den Lernfortschritt auswirkt, ist kein Geheimnis. Umso wichtiger sei, dass die Schulen von nun an permanent offen bleiben, ihre Priorität solle wieder ganz in den Vordergrund rücken. Hier äußerte sich besonders Joanna Kesicka, die achtzehnjährige Vorsitzende des Landesschülerrats, und betonte, dass sich die Schüler in dieser langen Zeit sehr oft zu Wort gemeldet hätten, aber einfach nicht gehört wurden. In Zukunft solle sich dies aber ändern, die Landesregierung suche den unmittelbaren Kontakt und das Gesprächen mit ihren jungen Bürgern und Bürgerinnen. „Ich möchte, dass aus großen Reden und lauten Forderungen eine konkrete Umsetzung und ein konkretes Gestalten wird, und das durch junge Menschen, mit jungen Menschen gemeinsam für unsere sächsische Heimat“ – so Michael Kretschmer.


Marie, Celine und Eileen vor der Sächsischen Staatskanzlei


Ein großes Thema der Jugendpressekonferenz war auch die Bildungs- und Kulturpolitik. Der Sächsische Kultusminister Christian Piwarz betonte, dass besonders die junge Generation überdurchschnittlich Opfer bringen musste. „[Die junge Generation] hat sich an die Regeln gehalten, sie hat sich hinten angestellt.“ Piwarz setzt sich für den Regelbetrieb und Präsenzunterricht ein, der direkte Lernkontakt zwischen Schüler und Lehrer sei durch Digitalisierung nicht ersetzbar. Auch der Bildungsbereich an sich soll gestärkt werden: Das Zusammenspiel von inner- und außerschulischen Kulturangeboten stehe neben Anpassungen an das Lerndefizit der Pandemieauswirkungen dabei im Vordergrund. Kultureinrichtungen wie politische Bildungszentren, Museen und Theater erheben hier ihre Stimme und sollen künftig genauso gehört werden wie die Schülerschaft selbst.


„Es ist vieles möglich, wenn wir uns aufmachen und konkret handeln.“

Eine Jugendpressekonferenz bietet die Grundlage und den Treffpunkt für einen ausführlichen Austausch von Politikern und Schülern. Wir sind dankbar, dass wir als Redakteure des Newspagers für euch vor Ort sein konnten und die Möglichkeit hatten, Fragen zu stellen, die uns und euch bewegen. In seiner Einleitungsrede zu Beginn der Pressekonferenz hörten wir von Kretschmer einen Satz, der uns besonders im Gedächtnis geblieben ist: „Es ist vieles möglich, wenn wir uns aufmachen und konkret handeln.“


Foto: Jugendpresse Sachsen


An dieser Stelle ist wohl noch eine kleine Anmerkung notwendig: Liebe Grüße von Michael Kretschmer an das Erzgebirge! So ungehalten, wie wir sind, haben wir nach der Pressekonferenz

noch um ein Foto für die Schülerzeitung gebeten. Und schon brachte uns Christian Piwarz ein Stockwerk höher – ins Büro des Ministerpräsidenten. Nach einem kurzen Gespräch über unsere Herkunft, die EGE und unser Empfinden der Konferenz bekamen wir dann auch unsere Fotos. Da wir alle erst vor ein paar Stunden negativ getestet wurden, konnten wir mit Abstand auch für ein Foto kurz die Maske abnehmen. Wir drei müssen zugeben: Sachsen hat einen sympathischen, verantwortungsvollen Ministerpräsidenten, der sich selbst im Angesicht nachfolgender Termine Zeit nimmt um nochmal direkter mit Schülern zu sprechen, die erst eigentlich nur auf einen Schnappschuss aus waren.


(cdr)



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