TÜRCHEN 8: LAST CHRISTMAS – TRUE CRIME

Wir befinden uns im Jahr 1974. Die Freundinnen Rachel Trlica und Renee Wilson, sowie Julie Mosely wollen einen Tag vor Weihnachten einen Last-Minute-Weihnachtseinkauf unternehmen. Sie ließen sich durch die typischen amerikanischen Läden treiben und haben passende Geschenke für ihre Liebsten gekauft. Mit vollen Taschen kehrten sie zum Auto zurück, verstauten alles und waren bereit für die Heimfahrt. Eigentlich wollten die Mädchen 16 Uhr wieder daheim sein, doch es verzögerte sich. Zunächst machten sich die Familien keine Sorgen um ihre Kinder, da diese für ausufernde Shoppingtouren bekannt waren und dabei oft die Zeit vergaßen. Doch es wurde immer später und die Freundinnen waren immer noch nicht zu Hause. Um ca. 20 Uhr fingen die Angehörigen langsam an, sich Sorgen zu machen – trotzdem unternahm niemand etwas. Irgendwann war Lisas Mutter die Erste, die sich auf dem Weg zum Einkaufszentrum begab. Sie fand das Auto der Kinder mitsamt all der gekauften Geschenke vor. Nur von den Mädchen fehlte jede Spur. Scheinbar muss etwas dazwischengekommen sein.

Die Mutter hetzte durch alle Läden, vielleicht wollten die Kinder ja etwas umtauschen? Doch auch nach einer ausgiebigen Suche fehlte jede Spur. Sie schaltete die Polizei ein, welche alles ziemlich locker sah. Es wurden weder Spuren am Fahrzeug, noch in der unmittelbaren Umgebung gesichert, was ein großer Fehler war. Die Theorie der Polizei lautete: Die jungen Mädchen seien wohl einfach abgehauen, wollten etwas erleben.

Mittlerweile waren auch die anderen Familien in Aufruhr, keiner hatte eine Ahnung, was mit den Mädchen passiert sein könnte. Zunächst schien die Polizei Recht zu behalten. Tommy, Rachels Ehemann, erhielt einen Tag nach dem Vorfall einen Brief, in welche sich Rachel für alles entschuldigte. Sie wäre nun für eine Woche in Houston, auch wenn sie dafür Ärger bekommen würde. Tommy aber stellte sofort fest, dass dies nicht die Handschrift seiner Frau sein konnte. Des Weiteren hatte sie ihn mit vollem Namen angeschrieben, was sie niemals tun würde. Es schien klar, dass die Mädchen entführt wurden, doch bis heute gibt es keine Erkenntnisse darüber, wer der Täter sein könnte. Es gab drei angebliche Zeugen, welche alle unterschiedliches berichteten und auch ein von den Familien angeheuerter Privatdetektiv konnte nichts Genaueres feststellen.

Die Angehörigen können sich bis heute nicht erklären, was passiert sein könnte, doch sie geben die Suche nicht auf. Es steht jedoch fest, dass dies das letzte Weihnachtsfest für die Freundinnen war.

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